Da ich in social media Portalen laufend den fehlerhaften Interpretationsfolgen zu IQ etc begegne, hier mal ein paar erhellende Worte zum Wert und Begründung von sogenannten „IQ“ Messungen.

(F)IQ ist NICHT gleich IQ!!!

Mit der Messung in, fehlerhaft so genannten, IQ Tests, wird abgefragt, wie es um die FERTIGKEITEN Jemandens steht, speziell in Schulumgebungen geübtes Können auszuführen. Dazu gehören meist mathematische, geometrische und Transferübungen aus diesen Bereichen. Teils werden auch Vorstellungen von Testschaffern zur gewünschten Verfügbarkeit über Sprache eingebaut.

Daher gibt es keinen culture free „IQ“ Test!

Schon einmaliges Absolvieren wird von „Psychologen“ als ausreichend dazu verstanden, daß ein durchschnittlich begabter Mensch hernach besser als zuvor abschneiden kann. Das zeigt bereits auf, als wie extrem schwach die Relevanz solcher Testreliabilitätenproblematik sogar von ihren Schöpfern eingeschätzt wird!

Testet man nun einen erfolgreichen Wirtschaftsmenschen oder Akademiker, der lange nicht mehr am Üben der Testfertigkeiten teilnahm, wird ein sogenannter „IQ“ Test, der aber eben nur Testerfüllung orientierte Fertigkeiten abfragt, aussagen, dass dieser Mensch, der wohlmöglich auf die Geschicke von tausenden Angestellten Einfluss hat, weniger intelligent sei, als ein Handelschulabgänger oder Abiturabsolvent mit einem Durchschnittsabgangszeugnis!

Falls Jemand nach seiner Jugend- und Ausbildungs- oder Studienzeit auch weiterhin mit den Testgegenständen viel zu tun hat, wird er auch weiterhin besser oder je nach Job, gar noch sehr viel besser bei „IQ“ Tests abschneiden, während ein genialer Unternehmensführer nach und nach schlechter in „IQ“ Tests abschneiden wird.

„IQ“ Tests- und deren Ergebnisse sind grundsätzlich speziell und nur dann interessant, wenn man Berufsanfänger für solche Tätigkeiten selektieren will, deren günstige Erfüllung mit den Testabfragungsgegenständen hoch korrelieren (zusammen-, abhängen).

Und es nochmal ganz klar zu machen. Die Alltagspsychologie ist ein so herausfordernder Bereich, dass eine auf Durchschnittsbeobachtung und -beurteilung orientierte akademische „Disziplin“ wie die „Psychologie“ bestenfalls Kaffeesatzleserei darin betreiben kann. Wen die Problematik interessiert, der kann einfach mal schauen, dass er ältere, vorbereitende (meist philosophische) Werke zur Philosophie der Psychologie findet, um zu verstehen, wozu diese Normwissenschaft begründet wurde und mit welchen Mittel sie ausgestattet wurde. Dass der Durchschnittsmensch an ihre Wertigkeit glaubt ist gut und schön, aber sie ist absolut UNGEEIGNET, wenn man high potentials ent-wickeln normalen Denkens will.

Extrem empfehlenswert ist zur Einsichtnahme ins Thema Psychologienwertigkeit: Dieses wahre innere Afrika: Texte zur Entdeckung des Unbewußten vor Freud Taschenbuch – 1. Februar 2005, von Ludger Lütkehaus (Autor), Taschenbuch: 254 Seiten

Mit einigen sehr lohnenden Texten von könnenden und damals bekannten Philosophen, die der unsere „Psychologie“ umfangreiche mit begründet habende Herr „loverboy“ Freud, ja niiiiemals las. Eins seiner schlimmsten Erbe war übrigens das UNWORT Unbewusstes wieder ins Denkgelände zurückzuhieven, denn es heißt nichts Anderes als Ungewusstes und hat damit eigentlich keine zuträglichen Sinn spendende Strukturrelevanz. Noch nicht mal, wenn man Psychologien bauen muss.


Nochmals: der oft diskutierte „IQ“ und Meßergebnisse dazu, korrelieren in ihrer Nützlichkeit und Aussagekraft nur für und während gewisser Lebenszeitphasen mit echter Intelligenz und mit potentieller Nutzenkonvergenz der Getesten für bestimmte Berufsumfelder. ABER dieser „IQ“ ist UNGENÜGENDE AUSKUNFT ZUR vorliegenden (Problemlöse-) INTELLIGENZ (speziell älterer, nicht mehr Fertigkeiten geübter) Getester!

2019 Armin Rütten

p.s. Nochmal zur Klarstellung. In der sogenannten Psychologie versuchen Menschen wissenschaftlich zu arbeiten und Zusammenhänge zwischen ihnen unklaren, aber gedacht beobachteten, „Gegenständen“ herzustellen (da die „Gegenstände“ philosophische Bedeutungshintergründe / Begriffsunterfütterungen (die nach Schule wiederum abweichen) haben), über welche Psychologen und die diversen Psychologien üblich so gut wie nichts wissen. Fragen wir 20 Psychologen, was „Bewusstsein“ sei, bekommen wir gewöhnlich „Keine Ahung, ich untersuche das nur.“-Antworten. Zumindest sind sie oft ehrlicher, als sogenannte Neuro-Wissen-Schaffende.

p.p.s. Und noch: Psychiatrie ist eine (Naturwissenschaft), wie ihre Schwester Neurologie auch. Psychologie ist allerdings keine Wissenschaft, sondern ein Zusammenhangszirkus, von dem mir noch keiner sagen konnte, was fehlte, schaffte man ihn ab (naja, außer Arbeitsplätzen, Buchdruckaufträgen und Anderem;) )