Schlagwortvernunft

Sprüche Seite aus der WA Praxis

Sprüchefabrik

Auf Wunsch vieler Klienten, hier einige meiner Sprüche und Textschnippsel für und zu so mancher Denke, manchen Umständen und Vorstellungen, oft nüchtern, teils (v)erwirrend, auch mal despektierlich:


Anerkennung nährt den Menschen und seine Unternehmungen, will gegossen, gehegt und befeuert werden. Pflanze oder Flamme?


Anerkennung ist ein dualistisches Ding, man muss es sich zumeist zuerst geben, um es auch von Anderen bekommen zu können.


Dummheit ist immer Maß Abstandes des aktuellen, gegenüber dem möglichen Entwicklungsstand einer Person.


Was heißt wohl „Überleben der Bestangepassten“ für Gesellschaften von Dummen?


Qualität hat sich nie von selbst durchgesetzt, schließlich ist sie kein Akteur. Massenträgheit besteht hingegen aus Akteuren.


Es gab noch nie Götter, doch lange schon Priester, die das Gegenteil behaupteten.


Die Idee des (Bescheid-)Wissens verhärtet umfangreich das individuelle Potential zur eigenen Urteilsbildung und Selbstkreation von stimmiger Erkenntnis.


Rein garnichts kann wiederholt werden – nur Selbstähnlichkeiten behauptet.


Geschichtsschreibungen spiegeln nicht die „realen“ Kausalzusammenhänge behaupteten Geschehens wieder, sondern was darüber gedacht werden soll.


Eine der wichtigsten Leistungen von Erziehungswesen ist es, Höherbegabten Mißtrauen gegenüber der eigenen Kognition einzuflößen.


Bei Höchstbegabten stellt Gläubigkeit einen schwerwiegenden kognitiven Defekt dar.


Wer im Internet lebt, tendiert dazu, aus dem eigenen Mauseloch in die Anderer zu schauen und was er sieht, für die Welt zu halten.


Es ist intelligenter Problemgründe aufzulösen, als Probleme zu lösen.


Wirtschaft = Menschen die Geschäfte machen. Wirtschaftswachstum heißt, dass einige immer mehr Gewinne machen müssen, bis Wachstum überwiegend virtuelle Natur bekommt. Realität halt.


Früher blickten die Schafe auf … heute regieren sie sich.


Jede Intuition ist nur so funktionsfähig, wie die in ihr zum Tragen kommenden kognitiven Konzepte gut sind.


Begriff „Problem“ durch „Aufgabe“ ersetzen – Übung


Wen anstelle von Menschen nur Idole/Ideale erfüllen, der endet meist leer. Menschen bringen Leben, Idole/Ideale halten davon ab.


Der 6te Sinn, ist die, zwar sprachliche bespeiste, aber nonlineare Intuition, sie hat extremen Einfluss auf unsere Erkenntnisfähigkeit. Man kann sie bereinigen, entwickeln und trainieren, heißt, sie zu einem förderlichen Instrument machen.


Die Bestimmung von Null referenziert immer auf die Abwesenheit einer gedacht möglichen Anwesenheit. Wer also nichts erwartet, findet auch keine Nullstelle.


Mit Erwerb von Top Level Wesens-Bildung (Erkenntnisfähigkeit und Urteilskraft) verliert sich die Unschuld (Naivität). Durchschnitt riecht und fürchtet dies.


Es ist allemal leichter Wissen zu übernehmen, als es zu bilden. „Bildung“, die durch unreflektiertes Lesen und Hören geschieht, macht so fett und unbeweglich wie fast food.


Auch wenn es kein „Objekt“ zweimal gibt, kein „Prozess“ zweimal genau gleich abläuft, Selbstähnlichkeit lässt glauben, es gäbe Objekte und Prozesse. Sie ist die Idee aus dem Ergebnis unserer groben Sinne und einer gewissen Dümmlichkeit.


Auch wenn es kein „Ding“ zweimal gibt, kein „Ablauf“ zweimal genau gleich geschieht, Selbstähnlichkeit und Erklärungsnotstände lassen glauben, es gäbe Objekte und Prozesse an sich.


Jedes a priori braucht zu seiner Formulierung ein sprachliches a posteriori.


Ein anderes Wort für Überzeugung ist Wissen. D. h. fehlerhafte Überzeugung = fehlerbehaftetes Wissen. Sowas soll vorkommen.


Wissens- und Wahrheitsüberzeugungen stellen oft so hohe Türschwellen dar, dass wir nicht in Anderer Denkräume eintreten können.


Wissenszuwachs hat immer nur fallweisen Wert. Erkenntnisfähigkeitszuwachs dauerhaften.


Alles Wissen, das wir haben, wurde auch von uns Menschen konstruiert. Dabei gilt, dass sich das inhaltlich vertiefende Wertvollere eher selten durchsetzt, wenn es nicht leicht verdaulich formuliert wird.


Es gibt kein menschlich feststellbares Objekt, das mehr als ein Denkanker wäre.


Der Wert von Wissen ändert sich mit der Umgebung und Zeit. Der Wert von Durchblick ist immer gleich hoch.


Jedes Hirn ist Resonanzboden für innere und äußere Vorkommnisse. Anlage bestimmt die Qualität der Resonanz, erworbene Disziplin ebenfalls.


Um (selbst-)bewusst zu sein, braucht man Bewußtheit seiner selbst und anderer. Denn ohne Gegenüber kann man sich nicht bestimmen.


Vernunft lebt u.a. vom Verstand. Verstand lebt nur allzu oft ohne Vernunft.


Verstand haben Alle und man kann ihn fördern. Vernunft nur wenige und man muss sie diszipliniert hegen.


Gesunden Menschenverstand kann man erwerben, aber nicht kaufen. Wer klug werden will, muss arbeiten … an sich selbst.


Strategieberatung und „Coaching“ werden nur getrennt, weil Ausführende eher selten Kompetenz in beiden Bereichen haben.


Da es „die“ 1 in der „Natur“ nicht zweimal gibt, wird Mathematik immer ein Produkt menschlicher Einbildungskraft bleiben. Aber ein wertvolles.


Können x Wille = Durchsetzungsfähigkeit. Der vorhandene Durchblick bestimmt Erfolg und Nachhaltigkeit von Handlungen.


Worte sind Container für Vorstellungen. Verändert man ihre Referenzierungen, verändert man die entstehende Realität. Ähnlich einer Bearbeitung der Registry, kommen damit teils erhebliche Effekte zustande.


Ohne menschliche Wahrnehmung gäbe es keine Naturkatastrophen und keine Politik. Abschaffen?


Es sprach der Affe zum Tiger. Nein, der fraß ihn lieber.


Sobald Vernunft und Logik Einzug halten, verflüchtigt sich die Not für ethische Konstrukte.


Sein Wissen zu verstehen, sorgt für einen dauerhaften Zuwachs an Überzeugungskraft.


Um Intelligenz zu verstehen, beobachte man rein Dumme. Um reife Klugheit / Weisheit zu verstehen, beobachte man rein Intelligente.


Um manche neue Sichtweise erlangen zu können, ist der Entschluss unabdingbar, alte aufzugeben zu wollen.


Man kann Menschen grob danach scheiden, ob sie Hunger eher im Kopf spüren oder eher im Bauch.


Positiv zu denken, fällt leichter, wenn man es versteht in der Gegenwart zu leben.


Willst Du etwas Gutes, vollbringe es.


Ein Nagel, der seine Form verliert, verliert auch seinen Namen. So ist es bei Allem.


Ehrgefühl beanspruchen unterschiedlos müder und Kleingeist gerne.


Wer keine Herrschaft über sich hat, sucht andere zu beherrschen, um Sicherheit zu erlangen.


Reagieren, agitieren oder agieren?


Vorstellungen haben Alle. Einige bemühen sich sie zu verstehen, wenige reflektieren darauf und was darin liegt. Denken ist meist Gewohnheits- oder Glückssache.


Neugier endet mit sicherheitsversprechenden Scheinantworten. Wissbegier nie.


In Angst antizipieren wir die Möglichkeit künftigen Unglücks. Je weniger Durchblick, umso mehr von ihr.


Nur die Einsicht das alles sein muss, wie es ist, schafft echte Handlungsfähigkeit und Ansätze für Veränderungen zu finden.


Ent-wickelteren Verstand erkennt man am gelingenderen Vernunftgebrauch.


Erst in sauberen Umweltbezug gebrachtes Wissen ist aktiviertes und nutzbares/-bringendes Wissen!


.. komplexerer Verstand tendiert dahin zu glauben auch die Welt und Andere seien komplex, damit wird es kompliziert


.. Deutschland hat die Mediokratie erfolgreich verwirklicht … und nun?


Jede Entscheidung ist letztlich subjektiv … und damit wunschdenkend begründet. Erfolg ist korrelativ gegebener Nüchternheit.


Eine Mein-ung ist ein Glaube, den wir uns an-eignen.


Politik ist Ethikdiskussion mit realen Folgen.


Der Wert von Erfahrung ist äquivalent der Güte ihrer gekonnten Verarbeitung und sukzessiven Verinnerlichung gewonnener Erkenntn


„Wissenschaft“ ist Bezeichnung menschlichen Bemühens um Wahrnehmungs- und Zusammenhangsverständnis.


Intelligenz beruht auf der Qualität von Wahrnehumgs- und Zusammenhangsverständnis, sowie persönlicher Urteilskraft. Intelligenztests messen nur den Lernfolgen abhängigen Fähigkeiten- und Fertigkeitenanteil davon; heißt, eine funktionale Intelligenzzusammenbehauptung von der vermutet wird, das sie größten Nutzen für / Anteil an gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Gelingen hat. Da Ausbildung in und Übung des „Wissens“ hohen Einfluss auf Testergebnisse hat, gibt es entsprechend keine Möglichkeit wirkliche Intelligenz zu messen, die zudem noch von Mutterwitz kantianischen Zuschnitts abhängt und nonlineare Urteilskomponenten hat. Culture free Tests sind nicht realisierbar.


Kennt auch das Sein an sich keine Probleme und Widersprüche, der Mensch begründet sie behauptend durch Anwendung seiner Sprachen und damit formulierter Wünsche.


Nicht Wissen an sich, sondern der Glauben daran Wissen zu haben, bestimmt die menschliche Realität in Gesellschaften  // Nicht etwas zu wissen, sondern zu glauben etwas zu wissen, bestimmt Menschs´ Denke.


Selbstzweifel kommt auf, wenn keine gekonnte Selbstkritik zustande kommt.


Der Kosmos ist voller Licht, doch unser Augensinn kann nur dessen affektive Resonanz in Atmosphären wahrnehmen. Dito Wissen.


Mit wachsender Reflektion unserer Erfahrung verändert sich auch unser Erkennen wie Wollen und Wille.


Genies sind meist sensibel, geistig unterzuckert und dauernd hungrig, weil niemand für gewirkte „Wunder“ zahlen will.


Wer sich im mentalen Raum nicht zu bewegen weiß und es entsprechend nicht goutieren kann, tut dies umso lieber exzessiv im geographischen.


Die Außeneffekte von Hochbegabung und ADS, sind einander so ähnlich wie die von Ataraxie und Autismus.


Gesellschaftliche wirksame Macht ist entweder verliehen (Funktionalität des Inhabers) oder wird durch Persönlichkeitsintensität erlangt. Beides kann methodisch entwickelt werden.


Ausbildung macht funktional, Bildung mündig und unabhängig. Ausbilden können uns andere, bilden jedoch nur wir selbst.


Ein Zeichen unserer Zeit: Es wird viel gewußt und immer noch nur wenig davon verstanden.


Weisheit entsteht, wenn man es versteht sich und Anderen mit zunehmender Vernunft zu begegnen.


Evolution formte unser Hirn und ermöglichte vernunftbegabten Geist, der das Sein im Dasein interpretiert. Machen wir was draus?


Weisheit ist KEINE Altersangelegenheit, auch wenn sie, wenn überhaupt, üblicherweise (zu) spät erworben wird.


„Ich“ ist beobachtbarer Effekt von Systemleistungen. Lernt man seine Wirkgrößen kennen, kann man es kontrollieren und entwickeln.


Gesunden Menschenverstand kann man erwerben, aber nicht kaufen. Wer klug werden will muss arbeiten … an sich selbst.


Das Leben wird nicht schneller. Wir werden nur immer ungeduldiger.


Genie kann man nicht erwerben, Brillanz schon.


Das Maß in dem wir uns bewältigen,bestimmt das Maß unseres möglichen Einflusses auf unsere Umgebung.


Anders? Ok. Außergewöhnlich? Fein. Aber nur bei kommunizierbarem Nutzen wird belohnt! Sprache die Gegenüber nicht erreicht, verpufft …


Denkvorgänge geschehen im Normalen fast nur emotional begründet. Nüchternheit will geübt werden, dann erst entsteht Durchblick.


Charisma speist sich aus Souveränität und Integrität. Das erklärt den Schwund an echten Charismatikern in unserer Gesellschaft.


Alle glauben zu denken, doch nur wenige tun es … und lenken.


Gesellschaften glauben solange, dass rein funktionale Intelligenzbeförderung ausreiche, bis sie am Mangel an gesunder Urteilskraft einzugehen beginnen.


Regelgläubige und Kampfsportler haben gemeinsam, dass sie nur gewinnen können, wenn Alle sich an ihre Regeln halten oder sie Gewalt anwenden dürfen.


Interessanter und informativer als über Außenreize nachzudenken, ist meist die Frage, warum wir manche Reize überhaupt bedenken wollen.


Persönlichkeit? Jeder hat sie, aber kaum jemand ist eine.


Normales Coaching = Taschenlampe im Stadium, Wissensaktivierung = Flutlicht vom Zeppelin darüber


Denken besteht meist im Verarbeiten von emotivem Affekt. Nur Reifen hilft da weiter.


Kinder verstehen mehr als sie wissen. Bei Erwachsenen ist´s umgekehrt.


Lachen ist gesund. Wir sprachen eben über Intelligenz.


Poesie = meist bildgewaltiges Werben um Einfalt


Wer normal sein will, ist es.


Aus explorativem Forschen als Kulturantrieb, wurde semiempirisches, pfründeorientiertes Zitationsgeschehen – phasenstarre Rückkopplung.


Die Immobilienblasen mögen groß sein, die Gesellschaftswissenschaftenblase ist gigantisch.


Schleichende Begriffsveränderungen der letzten Jahrzehnte: Kritikfähigkeit – Vom qualitativen Können, zum quantitativen Aushalten können.


„AArgh. Gehirnsauger!“
„Mach die Glotze aus, Schreibst morgen ne Klausur. Geh Schlafen!“
„AArgh. Gehirnsaugen!“


Was fehlte, schaffte man die Dummheit ab?
– der Begriff des Gegenteils.


Was fehlte, schaffte man das Wetter ab?
– Eine Hoffnungs- und Behauptungsgrundlage.


Was fehlte, schaffte man das Recht ab?
– Unrecht.


Was fehlte, schaffte man Deutsch als Abifach ab?
– … (Punkte)


Was fehlte, schaffte man das „Wissen“ ab?
– Glauben und Gläubigkeit …
und es müsste wieder nachgedacht werden.


Was fehlte, schafft man die Geschichtswissenschaft ab?
– ein anerkanntes Erziehungsinstrument
und die Gefühlsgrundlage für Rechtschaffenheit.


Was fehlte, schaffte man die Psychologie ab?
– Eine Beschäftigungstherapie.


Psychologie produtziert Leute, die den Kaffeesatz der Alltagspsychologie studieren und meinen, sie hätten eine Weltkarte vor sich.


Galaxien werden älter als Hamster. Und?


Zeit ist ein Taktgeber abhängiges Veränderungsempfinden. Nichts wiederholt sich je. Was sagt das über die Zeitidee aus?


Evolution ist, was nach Veränderungen übrig bleibt. Interpretationssache also


Wissenschaftlicher Fortschritt gedeiht in den Lücken, die exploratives Kalkül übrig ließ.


Funktionaler Intelligenz Quotient = FIQ


Religionsspender sind Leute, die Anderen eine Religion spenden.


Vernunftmenschen fürchten die Engstirnigkeit reiner Verstandesdenker. Verstandesdenker fürchten die Realativierungs- und Relationalisierungstendenzen von Vernunftgebrauchern.


Dumme lernen nur von vermuteten Autoritäten, Kluge auch aus dem Verhalten Dummer.


Wer ungemütliches Wissen ablehnt, bleibt unreif.


Erfolg kann nicht wiederholt werden, aber man kann erfolgreich sein.


Das Bessere ist kein Feind des Guten, eher des Normalen, Üblichen und Durchschnittlichen.


Ich vermisse Götter nur dann, wenn ich höre, wie jemand betet „Herr, bitte schmeiß Hirn vom Himmel“ und nichts passiert …


ALLE sprachlich formulierten Schlüsse des Menschen zieht er a posteriori des dafür notwendig Spracherwerbs und diesem inwendigen Meinungen. Mathematik und Logik sind seiner erkenntnistheoretischen Fähigkeit und Vorstellungskraft geschuldete Kunstsprachen, für die selbiges gilt.


Mängelbehaftete Selbst(-wert)-einschätzung führt zu mängelbehafteten Situations- und Fremderwartungseinschätzungen.


Wer nur Übliches tut, bekommt auch Übliches. Besser braucht Besseres.


Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
Konfuzius


Intelligenz, Verstand, „Geist“ – ein paar kleine Beiträge zur Anregung

Arbeit an Perspektiven

Begriffe wie Geist, Verstand, Vernunft, Psyche, „Seele“, Persönlichkeit, Charisma und Intelligenz sind im Ergebnis Vorstellungen von Menschen zur Hirntätigkeit ihrer Gegenüber, die durch deren Außendarstellung zustande kommen und werden oft synonym verwendet. Diese Vorstellungen können sowohl durch sein direktes Interagieren mit Anderen, wie auch durch sein gedacht zielgerichtetes Handeln oder dessen beobachtbare Folgen, entstehen.

Die Begriffe beinhalten eine zumeist diffuse Idee des Vorhandenseins von Bewusstheit und/oder als sie bestätigend gedachte Emotionalität im Handeln Jemandens.

Andererseits referiert die Allgemeinheit bei der Ausführung bestimmter Handlungen/Tätigkeiten auf eine „Geistlosigkeit“ oder Stupidität, bzw. „Tierhaftigkeit“, die nötig sei, um diese auszuführen, heißt, wird bestimmten Handlungen unterstellt, dass synonym  geistlose, seelenlose, „unpersönliche“ Automaten ausreichten, um sie vorzunehmen.

Dabei kann gut erkannt werden, dass, je nach Anlage und Bildung der Beobachtenden/Beurteilenden, die Vorstellungen vom Anforderungsgehalt von Handlungen in Bezug auf für sie nötigen Grad/Level von Geist/Verstand/Intelligenz des Ausführenden sehr stark auseinandergehen.

Gemeinhin kann gesagt werden, dass Handlungen einer gewissen Komplexität, sobald sie mit einem emotionalen Eindruck versehen erscheinen, eine menschliche Willensbildung als beigegeben zugeschrieben wird. Der emotionale Eindruck entsteht wiederum dadurch, dass die Handlung, in Reaktion auf eine vermutete gefühlsseitige Anforderung für ihr Geschehen, irrationale (emotionale, individuelle Werte basierte) Komponenten in ihrer Ausführung oder Begründung, für den Beobachtenden aufzuweisen scheint. Hierbei werden intuitive Momente, wie emotional angenommene Komponenten oder solche, die eine interne Rückkopplung auf den Selbsterhalt des Handelnden auszuweisen angetan erscheinen lassen, gleichwertig als Indikatoren für dessen intentionales Bemühen in der Handlung angenommen. Dies wiederum heißt, dass es wieder vom Beobachter abhängt, welche Reflektionsmechanismen er aufgrund Ausbildung oder eigenen Erfahrens als nicht rein automatenartiges Handeln Jemandens unterstellt.

Dabei gilt, dass die Meisten glauben, dass sie im Rahmen von Kommunikationsvorgängen imstande wären zwischen einem Automaten oder Tier und einem Menschen zu unterscheiden.

Dieses Thema einer Unterscheidbarkeit zwischen Automat/Tier und Mensch(lichem Verhalten) in Kommunikationsvorgängen stellt einen extrem wichtigen Forschungsgegenstand für viele Disziplinen dar. Sowohl Philosophie (philosophischer Zombie), wie Linguistik, Psychologie, Psychiatrie (in Grenzen), Robotik, AI, Biologie, wie Juristik und andere Gesellschaftswissenschaften nehmen sich mit schöner Regelmäßigkeit des Themas an. Dabei unterscheiden sie alle sich graduell in den Grundannahmen dazu, was Grundlagen für menschliches intentionales (zielgerichtetes) Handeln sind.

Grundsätzlich kann konstatiert werden, dass solche Handlungen, die ein Bemühen des Vornehmenden hinsichtlich Beeinflussen der Motivationslage von gedachten Gegenübern zu beinhalten scheinen, als „menschlich“ eingeschätzt werden. Haben Handlungen dementgegen jedoch einen stark Inhalt, respektive der Tätigkeit, zugewandten Charakter, wiederum festgestellt am Aussparen eines Appellcharakters, wird ihnen leicht eine „Unmenschlichkeit“ unterstellt (Beispiel sind Eruierungen im Alltag auf dokumentierte Folgen militärischer Aktionen oder Vorgehen, die mit alltäglichen Moralvorstellungen nicht synchronisiert werden können).

Mit dem Vorhergehenden soll klarer gemacht werden, worin eines der diversen Probleme bei der Besprechung von „Intelligenz“ besteht.

Während die Alltagsvorstellung von intelligentem menschlichen Verhalten also sowohl auf „menschliche“ Intentionalität, Klugheit (Kognition mit intuitivem Anteil) und positive Handlungsfolgen abhebt, wird Intelligenz in Testumgebungen fast ausschließlich an einem automatenhaften, zeitabhängigen Abarbeiten von fest umrissenen Aufgaben in fixen Settings festgemacht.

Da dem Normalbürger (so, wie den meisten Wissenschaftlern explizit) diese Unterscheidung nicht geläufig ist, werden bei der Beurteilung einer persönlichen Befähigung Jemandens für die Übernahme einer z.B. wirtschaftlichen Funktion, gerne seine (Funktionale-)Intelligenzdaten zur Beurteilung herangezogen, die jedoch seine (soziale, wirtschaftliche oder sonstige)  Adaptionsfähigkeit nur mangelhaft zu beurteilen angetan sind. Dabei gilt beim zeitgenössischen Bemühen Soft Skill Räume zu behaupten, dass die Behauptungen immer eine stark reduktionisitsche Komponente aufweisen und solcherart Test erheblich zeitgeistabhängigen und werte-ehtischen Charakter haben, heißt einerseits damit operieren müssen Eigenschaften mit Werten korrelieren zu lassen und in der Behauptung postulierter Wertigkeiten Bubbles (Wort-/Werte-blasen) zu verursachen, die zu einer Ausrichtung auf geglaubt wünschenswerte Selbstähnlichkeiten in konstruierten Fertigkeitensätzen abheben.

Was allgemein "Geist" oder "Verstand" oder 
"Vernunft" und noch Psyche oder "Seele" genannt
wird, ist nichts anderes als mystisch interpretierter
Ausdruck der Tätigkeit des Hirnorgans, als
Zentrum/Hauptsitz des "Ich". Man kann alles vom
einem Körper entfernen, ohne damit ein Ich in seinem
Kontinuitätserleben zu schädigen, nur das Hirn
nicht. Von Gegenübern wahrgenommene
Re-/Aktionsmuster dieses Ich des Einzelnen, nennt
man Persönlichkeit

All the same?

Die Verwirrung um den Intelligenzbegriff

Während Menschen im Alltag Klugheit mit der Vorstellung von Intelligenz gleichzusetzen gewohnt sind, wird der Begriff in den sogenannten Geistes- und Gesellschaftswissenschaften sehr anders und reduziert angewendet.

Die Alltagsvariante der Bezeichnung Jemandens als intelligent referiert darauf, dass dieser zu besonderer Problemlösung (mehr als gewöhnlich) befähigt erscheint, wobei Probleme mathematischer, sozialer, wirtschaftlicher oder anderer Facon gemeint sind.

Die Wissenschaften andererseits, die sich mit dem Intelligenzbegriff begeben, reduzieren seine inhaltliche Definition auf komparative Größen, die eine gewisse schulische Basisbildung zu besitzen voraussetzen um sie überhaupt in Vergleichen messen zu können, wobei diese Basisbildung im Umgang mit Zahlen und geometrischen Mustern im Verlauf vieler erfolgreicher Karrieren zunehmend an Wert verliert. Sogenannte culture free Tests können vor diesem Hintergrund mangelnder echter Vergleichbarkeit in den Anforderungen an so manche gesellschaftlich oder wirtschaftlich/strategische Funktionserfüllung nicht sinnvoll konstruiert werden.

Defacto werden mathematische, geometrische, logische und sprachliche Fertigkeiten getestet, deren Ausbildung bzw. Vorhandensein schon umfangreich vom Schulungslevel der Probanden beeinflusst sind. Dabei gilt, dass Logik eine kognitive Fähigkeit darstellt, während die Anwendung der Mathematik zwar darauf aufsetzt, doch zusätzlich die erwähnte Schulung braucht, um relativ gewandt genutzt werden zu können. Speziell die Mathematik erfordert, in den ersten Jahren einer Bildung darin, eine besondere Fertigkeit zu trainieren, nämlich Auswendiglernen zu können. Der mit der Zeit erst, wenn überhaupt, evident werdende Umstand, dass mit dieser Schulung ein freies Abwägen-Können zu leiden beginnt, stellt dabei eine kulturelle Schwächung solcher Gesellschaften vor, die ihren Betrieb primär auf einen permanenten, gedacht qualitativ und quantitativ Werte evaluierenden Vorgangsweg abstellen. Diese Schwächung wird aber erst im Verlauf von Zeiträumen evident, wenn z. B. Kriege als disruptive Momente zu fehlen beginnen. In der ersten Chaostheorie sprachen Briggs/Peat dann von Phasen semistabiler Rückkopplung. „Entwicklung“ geschieht dann nur noch durch gering gelenkten geistigen Kannibalismus und ihn begleitende Effekte, wie dem heutigen Zitationsbedürfnis der Wissenschaften, das eher Pfründen, denn Einsichten Respekt zollt.


Probleme mit der Intelligenzanlage im Gesellschaftsraum

Während der Gesellschaftsraum eine mehr oder minder freiwillige Unterordnung unter seine Ideale verlangt, welche jedoch von den Durchschnittswissenschaften entwickelt und getragen werden, denken Intelligentere per ihrer Anlage häufig über Begründungen und Bereglungen nach und müssen entsprechend oft zu Schlüssen kommen, die nahelegen, dass eine große Zahl von Glaubens-, Ideal- und Wissensvorstellungen beschränkend oder inkongruent sind. Damit haben sie zwar recht, jedoch ist dies dem Hauptanteil der Durchschnittsbevölkerung nicht einsichtig und diese übt folgend einen Glaubens- und Konformitätszwang für erwähnte Intelligentere aus, der zugleich verleugnet wird, um das Problem auf die Intelligenteren zu verlagern, denen „Uneinsicht“ und ununterfütterter Widerwille gegen „universelle Wahrheiten“ unterstellt wird.


Grade / Formen des Entwickelns echter Bewusstheit:

Schwach: Lernen durch Erkennen (abhängig von Anderer sprachlicher Behauptung Kennbarens)

Mittel: Verstehen lernen (noch ungelenkes Nachdenken; Er-Fahren durch bemühtes Nach-Fahren vorgedachter (Denk-)Wege)

Stark: Verstehen

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