Statement zum Stand der Aufklärung

Alles an Gesellschaften zugänglichem Wissen/Glauben/Meinen basiert auf einer ursprünglich kleinen Zahl, sprachlich konstruierter /  mythogener Weltvorstellungen, wie z. B. Materie, Raum, Zeit, Dimensionen, Licht, Natur, kosmische Konstanten // Götter, Seelen, Leben, Tod und weiteren nicht letztgeklärten Idealisierungsmitteln unverstandener „Realität“.
Da der Mensch der Lebenswelt bis heute nicht zwischen Sein und Dasein oder Beschreiben und Zuschreiben zu unterscheiden gelehrt wird, trennt er auch nicht zwischen Begriffen zur Beschreibung gedachter physikalischer Zusammenhänge und den ihm „gespendeten“ Beschreibungen für seine sonstigen mentalen Zustände, ideellen Wunschvorstellungen und aus diesen hergeleiteten Werten.
Der in der Philosophischen Lehrlandschaft vor über 2000 Jahren vollzogene Übergang vom vorsokratischen Denken wurde nur in den „Natur“wissenschaften zum Teil vollzogen. In den sogenannten Gesellschaftswissenschaften (Politik, Psychologien, Pädagogiken, Soziologie, etc.) und der „Wirtschaftswelt“ herrschen chaotische Glaubenszustände und Begriffskriege.
Trotz der Einsicht, dass 99% aller Menschen der Lebenswelt an vermeidbaren neurotischen Zuständen durch sprachlich generierte Denkkonflikte leiden, wird ihnen die Möglichkeit nüchternen/gesünderen Weltzugang zu erlangen durch höhere Gewichtung in primärer Unterrichtung proportionaler und relationaler Sprachmittel (Algebra, euklidische Geometrie) oder Unterrichtung in Logikgebrauch nicht gegeben. Statt dessen werden Menschenmassen in ihren „Kulturen“ immer noch zwecks leichterer Lenkbarkeit mit quasireligiösen Vorstellungen in ihrer Kindheit und Jugend programmiert/“angelegt„, von denen sie sich im Nachhinein nie gänzlich Ent-Wickeln können (wovon die „Trait“idee der Psychologien handelt).
Eine umfangreiche weltweite Abkehr von der Verwendung, Denken, bzw. Kognition, dämpfender religiöser Lenkungsmittel und sukzessive Abkehr von der Nutzung staatlicher Bedeutungshoheit zu Ideologisierungszwecken steht nach wie vor aus, genauso wie das Profit orientierte Begriffeschöpfen und -verwirren tägliche Wirk-lichkeit wurde. Ob Herrn Kant dies wundern würde?

Bei aller wiederkehrenden Recherche im öffentlich zugänglichen Raum, ist mir bis heute außer der Wissensaktivierung kein anderes, spezialisiertes Mittel zur Erweiterung, Optimierung oder Entwicklung überdurchschnittlichen Kopfes bekannt, welches ihr in Fundierung, Ideologieneutralität und Wirksamkeit auch nur ansatzweise nahe käme und wirklich ebenfalls echtem mental-development dienen könnte.

Daran wird gut ersichtlich, dass philosophische oder wissenschaftlich wichtige Forschung(sergebnisse) einer (dem Alltag zugewandten und seinen Erfodernissen Rechnung tragenden) Entwicklung(speriode), bzw. verständlichen Formulierung, bedürfen, die Menschen, die mit der produzierend Disziplin nicht so vertraut sind, mit eher gewöhnlichen und für sie fassbaren Worten die erreichten Erkenntniszuwächse zugänglich macht.

Natürlich wäre noch darauf zu achten, dass solche (popularwissenschaftlichen) Darlegungen ausreichend attraktiv formuliert werden, dass sie mit üblichem populärwissenschaftlichen Tagesgebrabbel konkurrieren können.

Angemerkt, wissen Menschen im Alltag (und viele Akademiker ebenfalls) nicht, dass wissenschaftliche Forschung NICHT in erster Linie für die tägliche Nutzanwendung geschieht, sondern die erwähnte Übersetzungs-/Entwicklungsphase braucht, um freigegeben und überhaupt nutzbringend zur Anwendung zu kommen. Einen Kompromiss stellen die FHs (Fach-Hochschulen) oder modern „applied sciences“ titulierten Hochschulen dar.

Statement zur Aufklärung, Postkartenformat

Armin Rütten