SchlagwortMacht

Quer durch AI, Manipulation, Lenkungsbegriffe, Sorgen, Aufrichtigkeit, Denken u. m.

Wissen – Schaffungs-Umgebungen

Über Wissen zu verfügen, hat Machtpotential. Macht kommt von „machen“ und nur Wissen aus dem wir etwas machen, entfaltet (oft ungenügend geregelt, da nicht gut verstanden) seine Wirkung. Verfügen hat zwei Bedeutungen: „haben“ und „etwas mit Etwas (hier: Wissen) tun können“. Wer sein Wissen nicht „aktiviert“, verfügt also nur hälftig darüber. Gleichzeitig, bedenkt man, dass Wissen nichts anderes als Mein-ung mit An-erkennungs-wert ist, hat immer derjenige einen besonderen Vorteil, der sich über Herkunft, Zusammensetzung / Begründung des Wissens und damit seinen möglichen Nutzen im Klaren ist und es anzupassen versteht. Jemanden in-Formation zu Wissen zu bringen, das als relevant behauptet wird, führt zu dessen Über-Zeugung. Jemand, dem von Staats-Wegen Hoheit über Wissen-Generierung verliehen wurde, erhält einen Lehr-Stuhl, von dem aus er seine Gedanken verbreiten darf. Passieren tut dies, sofern er zuvor auf seine Konformität in anerkannten (modern gewählt wurde der Empirismus) Wissen-Generierungswegen getestet wurde. Abhängig von der Eingängigkeit der folgend geschaffenen Zusammenhangsbehauptungen und der Anerkennung deren Wertes, darf der Wissen-Spender nach Art seiner Zugehörigkeit zu einer der Wissenschaffungsgemeinden (Wissenschaften, Seilschaften, etc.) von Studierenden verlangen, dass diese seinen Glauben (denn Wissen ist im Kern nie Anderes) wieder-käuen, in der Hoffnung, dass darauf basierend eine mehr-wertige geistige Tätigkeit zu-Stande kommt. Die Gesamtheit des Bemühens um geistige Ent-Wicklung vom Üblichen / tagesnotwendigen Weltanschauen fassten wir unter dem Begriff Philosophie zusammen (Freundschaft zur Weisheit). Dabei war die Philosophie nie eine Wissenschaft, sondern immer ein Oberbegriff für ums Denken bemühte Schulen und deren Betreiber. Während auch heute noch in dieser akademischen Disziplin an der Aus-Bildung möglicher geistiger Tätigkeit gewirkt wird, sind deren Ableitungen, die Wissenschaften, was mit praktischer Erkenntnisgewinnung begeben ist. Traurig, dass wiederum nur deren durch Ideologien und Traditionen verbrämter Abklatsch in die Realität-formbaren Hirne unserer Kinder gegossen wird und diese, sofern überhaupt, nach einer Funktiongewinnung orientierten Schul-„Bildung“ wieder damit konfrontiert sind, sich der so anerzogenen halbgaren Weisheiten ent-wickeln zu müssen. Hinzu kommt, dass Wesensbildung für ein gehöriges Miteinander modern nur noch durch Gesell-„schafts“-„Wissen“ – Schaften und deren Exerpte in Schulfächern betrieben wird, was unseren Kindern die Mein-ungen von Wissenschaffenden einhandelt, die sich lieber mit „Laberfächern“ ihre akademischen „Pfründe“ erwucherten und ihre Glaubensformulierungen in Lehrbücher schütteten. Doch möchte ich nicht verhehlen, dass ab und an auch klügere Köpfe in diesen Auftrags- oder Durchschnittswissenschaften landeten und einträgliche Ideen spendeten (die sich hernach üblich nicht durchsetzten oder alsbald verklangen), als da stellvertretend waren etwa die Herrn Piaget und Norbert Elias oder von Glasersfeld, dessen Erhellungen zur Philosophie auch für Laien eingängig sind.

Manchmal frage ich Zeitgenossen, „Was fehlte, wenn wir etwa die Psychologie abschafften?“. Und wenn der/die Gefragte um den Unterschied von Psychiatrie (Medizin) und Zusammenhangsbehaupten (Psychologie) weiß, so erhalte ich ein erhellendes Stutzen und eine gewisse Ratlosigkeit 😉

In diesem Sinne, freute ich mich, hiermit ein paar anregende Zeilen geschaffen zu haben und wünsche ich einen netten kalendarischen Übergang in das neue Zähljahr 🙂

Wissenschaffungsumgebungen

Armin Rütten

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