ENT-WTF
Ent-Wicklung und Ent-Täuschung braucht ein guter Kopf zur Ent-Faltung seines Potentials

Nachdem ich seit Jahren mit diesen beiden Worten und ihrer unüblichen Betonung teste, ob sich Jemand als Klient für meine Leistungen, in Wissensaktivierung seiner, eignet, hat sich meine Art deren Betonung und Nutzung auch in normaleren Umgebungen durchzusetzen begonnen. Hier ein Blick auf die Wurzel ihrer Entstehung.

Warum nutze ich sie zur Klienteneignungsüberprüfung?


Normale oder eben durchschnittliche Menschen und ihre „Entwickler“ , wie z. B. Lehrer, Dozenten oder Coaches, packen regelmäßig neue und neueste „Denk“- und andere „tradierten“ Rezepte auf die Funktionsspendung orientierten Weltvorstellungen, in die sie jeweils zu ihrer Führung und Aus-, bzw. Fertig-Bildung gewickelt wurden.

Da der durchschnittliche Kopf weder über-durchschnittliche Denk- noch Wissenskonzepte oder tiefere Einsichten prozessieren kann, gleichzeitig aber zu seinem Unterhalt beitragen soll, werden Normalbegabte in Schulen etc. mit einfachen Rezepten dazu versorgt, was und wie „die“ Welt sei, was sie von ihr erwarten dürfen und was sie an Funktionen in ihrer auszuführen lernen können. (Sie werden zum Zu-schreiben erzogen, statt ihnen mühevoll Be-schreiben und Reflektieren beizubringen.)

Ent-Wicklung wird zwar von Jedermann und Konsorten laufend ausgerufen, angepreist und verkauft, verdient aber den Namen, wie oben ausgeführt, nicht. Denn ursprünglich verweist der Begriff darauf, geeigneten Verstand von ihn einwickelnden Normbehauptungen zu ent-wickeln, nicht laufend noch halbgareres new age Gebrabbel und sicherheitsbehauptende wirtschaftliche oder andere psychologisierende Heilsrezepte für tägliches Wohlfühlfunktionieren daraufzupacken.

Nachdem die humanistische Bildung in BRD aber ihren Platz nicht mehr hat, gibt es diese frühzeitige, sinn-volle Ent-Wicklung in der Kindheits- und Jugendphase nicht mehr, so dass Unmengen potentiell Denkbegabterer nicht mehr in ihren Genuss kommen, womit sich die ganze nationale Politik und Wirtschaft selbst ins Knie schießt. (Die „Bologna-Reform“ war die kaum zu toppenden Erweiterung solches Verdummungsanschiebens 😉 .) (Zum Stand von Kants Aufklärung-(sbemühen))

In einem anderen Artikel hatte ich bereits das Adenauerzitat zum Leben unter gleichem Himmel, jedoch mit unterschiedlichem Horizont, gebracht, was hiermit vielleicht nochmals Manches verdeutlicht.

Also. Wenn ich Ent-Wicklung ausspreche und sehe, dass mein Gegenüber ängstlich zurückschreckt, weiß ich, dass seine automatische Normerhaltungssicherung anspringt und lasse nach weiteren ernüchternden Aufhellungen, spätestens beim Eintritt des „glasige Augeneffektes“ oder nach Anrufung seiner, seines „doch Bescheid-Wissens“, (das ihm per Bescheid als umfassend und korrekt „zugesichert“ wurde), damit also schulich oder sonstwie zertifiziert ist, „die (geistigen) Hände von ihm“. Solchman ist ungeeignet für eine Wissensaktivierung und würde nach einer Bereinigungsaktion um gering wertige Vorstellungen keine rekonstituitive Auotgenese ermöglicht bekommen, sondern nicht in die Lage kommen, sich auf einer höheren Ebene selbst neu zu erschaffen. Und da ich keine Glaubensverbreitung vertrete, sondern Ent-Ideologisierung, bin ich kein Welt-Anschauungsersatz-Spender.


Ein anderer Indikator, ob Jemand als Klient geeignet ist, ähnelt dem Bescheidwissenbedürfnis-Test.

Ich biete die Unterscheidung zwischen Neu-Gier und Wiss-Begier an und schaue, ob die Differenz verstanden wird. Vereinfacht, Neu-Gier dient der Unterhaltung und nach ihrer Befriedigung (Befriedung) ist der Kopf satt. Wiss-Begierde andererseits wird nicht gestillt, sondern sucht dauernde Erweiterung. Ebenfalls einfache Indikatoren, was für eine mentale Konstitution mein gegenüber aufweist.

Von zu-Frieden gebrachten, religionskauterisierten Geistern lasse ich ebenfalls die Finger, sofern ich nicht um Entfernung eingeprägter Religionsdenkverstümmelungen gebeten werde. Der Normale mag teils denken, er habe sich modisch von tradierten und als hemmend (seiner Bedürfnisstillung) bemerkten Gläubigkeiten distanziert (mit Kirchenaustritt), aber er antwortet auf Nachfrage, ob er religiös sei, dass er nicht „an Gott glaube“, statt dass er nicht an Götter glaube. zusätzlich möchte er den eingeerbten Paternalismus sowieso nicht zur Gänze lassen, da er z. B. die „Seele“ doch ganz nett findet, die abendländisch von der Opferreligion installiert wurde.


Aber zum zweiten Punkt, der Ent-Täuschung. Welcher ein irgend noch gravierender Hinweis ist, ob ich wirklich ein mentales Update oder Upgrade anbieten sollte.

Ein begabterer Kopf sucht mit einem gewissen Automatismus nach Ent-Täuschungen, weil diese ihm helfen Täuschungen und deren zugrundeliegenden Strukturen durch gewohntheitsmäßiges Erkennen und Entlarven besser zu entgehen.

Normale, Durchschnittliche oder Übliche, Gewöhnliche (Synonyme) hassen Ent-Täuschungen, weil diese ihnen aufzeigen, dass sie Fehlannahmen zu Dingen tätigten oder ihnen wieder einmal erlagen. Ihre Kapazität macht das Ent-Täuscht werden zu einem folgend hoch anstrengenden und emotional belastenden Vorgang.  Zudem lügt oder „schön-färbt“ der Normale gewohntheitsmäßig dermaßen oft und viel hinsichtlich seiner Motivationslagen und fast allem Anderen, dass ihm durchaus schwant, dass seine Gegenüber dies wohlmöglich ähnlich tun und betreiben, … Alle dies gleichsam aber als verbrieftes Recht betrachten, … sofern ihnen niemand zu sehr auf die Pelle rückt und sie Ent-larvt.

Hübsche Larven nämlich, in welcher Form auch immer (Wissenversätze, Glauben oder Gläubigkeiten) sind dem Verunsichterten, lieber Bescheid-Wissen-können-Glaubenden, gelegener, als un-geschminkte Einsichten, die ihm keine weitere Orientierung spenden, wie freundliche Religionserdenker dies mit ihren freundlichen Mühen für ihn taten. Entsprechend ist nicht jeder Kopf, der da oben sitzt und Unternehmen lenkt, deshalb gleich überdurchschnittlich, sondern nur zu oft ein Normaler, der in die eigentlich denkintensive Lücke gespült wurde.

Wenn Mensch sich wirklich bereits entwickelt hat und Nüchternheit statt Für-Wahrnehmung sucht und auch noch erweitertes Zusammenhangsverständnis schätzen kann, keinen Draufblick scheut, dann werden Ent-Wicklung und Ent-Täuschung verstanden und meine mühselige Suche nach möglicherweise tauglicher Klientel war fruchtbar 😉

Schnellschußtext zur geneigten Unterhaltung, vom Januar 2019

Ent-Täuschung